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Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute
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Autor:  Angelina71 [ 8. März 2016, 12:12 ]
Betreff des Beitrags:  Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Hallo, ich habe eine jetzt 9-jährige Stute. Habe sie mit 3 bekommen, und sie läuft auf L-M Niveau Dressur. Wurde nur von mir geritten. Generell war sie immer schon eine der fauleren Sorte, die sich auch an der Longe oder Freilauf nie gehfreudig zeigte.
Diese Faulheit wurde letzten Sommer so schlimm, dass ich verschiedene TA dran hatte. Magenproblematik konnte ausgeschlossen werden. Osteo und Chiropraktik wurden durchgeführt, ohne Verbesserung. Allerdings wurde durch positive Beugeprobe erkannt, dass sie hinten einen Fesselgelenkchip hatte, der ihr wohl Probleme machte. Dieser Chip wurde In Leichlingen, entfernt und der Knorpel sah noch gut aus.
Also Anfang Januar sollte sie wieder in Bewegung kommen,,doch sie lässt sich seitdem gar nicht mehr reiten: :keineahnung: nach 5 Minuten Schritt bleibt sie stehen und bei Einsetzen der Hilfen kommt Treten nach dem Bein oder Bocken. An Antraben ist kaum zu denken, und wenn sie dann mal im Trab ist, läuft sie super klemmig und kommt fast nicht von der Stelle. An der Longe läuft sie mit Spannung, aber flüssiger. Gynäkologischer Schall ergab einen Gelbkörper, wir haben regumate gegeben und damit war es etwas besser, aber nicht weg.
Jetzt warten wir die Rosse ab, wegen dem Gelbkörper. Und wenn das nichts verbessert, wahrscheinlich Szinti in Leichlingen..
Kennt ihr sowas?? Können es auch Kissing Spines sein, die erst jetzt sich zeigen nachdem Op-Pause?? Oder jemand noch eine Idee??
Zähne sind gemacht von Pferdedentistin, Osteo war natürlich nach der Op auch da. Mit anderen Sätteln ist es auch nicht anders... :evil:

Autor:  Eskadron [ 8. März 2016, 13:10 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Habt ihr denn mal ein Blutbild gemacht? Bei Selenmangel laufen die ja oft auch nicht oder evtl. hat sie mittlerweile doch was mit dem Magen? Wie ist sie denn beim satteln drauf? Sprech doch mal mit dem TA, ob man vielleicht mal ne Woche Gastrogard gibt und guckt, ob es dann besser wird.

Autor:  Angelina71 [ 8. März 2016, 13:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Beim Satteln und ersten Gurten legt sie die Ohren an, allerdings nicht beim Nachgurten. das könnte schon für Magen sprechen. aber sie sieht nicht aus wie ein Magenpatient: Glänzt, ist leichtfuttrig, hatte auch noch nie Kolik Toitoitoi
Sie bekommt durchgehend Gastrocare von Nutriscience als Magenschutz. Letztes Blutbild war im Herbst, da war noch alles okay... Ich spreche mal meine TÄ an...evtl doch mal eine Gastroskopie...

Autor:  Lexa Loona [ 8. März 2016, 13:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Ich musste sehr an mein Pferd denken, ebenfalls dressurmäßig höchst talentiert, das sich allerdings im Freilauf und im Gelände doch stets sehr gern bewegt hat - bei uns war es rein psychische Arbeitsverweigerung, wir waren total festgefahren und müssen immer noch zum Arbeitsgewinn deutlich klären, dass Fleiß und Hinterhandarbeit gefordert sind.
Er lief auch immer wie das letzte Krüppel-Pony, Kopfschlagen und Rumzicken inklusive. total klamm und als hätte er Rücken, Sattel, Fußweh, Mängel im Blut, alles auf einmal, war aber nix. Genau wie deine blieb er einfach stehen, wenn man ihn antrieb, Sporen, Gerte, Peitsche, schieben und ziehen konnte nichts dran ändern.
Keine Ahnung, ob dir das weiterhilft, aber sowas gibt es jedenfalls auch.

Autor:  whippy [ 8. März 2016, 13:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Angelina71 hat geschrieben:
nach 5 Minuten Schritt bleibt sie stehen und bei Einsetzen der Hilfen kommt Treten nach dem Bein oder Bocken. An Antraben ist kaum zu denken, und wenn sie dann mal im Trab ist, läuft sie super klemmig und kommt fast nicht von der Stelle.


Kenne eine Stute, die sich ähnlich verhielt und bei ihr waren KS die Ursache. Beim Satteln, Putzen und Gut anziehen war sie völlig unauffällig, ebenso an der Longe. Wobei das halt auch sehr unspezifische Symptome sind, würde deiner Beschreibung nach aber am ehesten auf den Rücken oder ein gynäk. Problem tippen.

Autor:  Angelina71 [ 8. März 2016, 13:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

@Lexa Loona: Sie macht das mit dem Stehenbleiben und extremem Klemmen erst seit nach der OP-Pause. Die Pferde die ich sonst nach Stehpausen antrainieren musste, waren alle extrem grell und freuten sich, wieder traben zu dürfen... Und warum fängt sie nach 6 Jahren die ich sie reite mit sowas an?!?!?

Autor:  Snoeffi [ 8. März 2016, 14:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Es könnte aber sein, dass die Muskulatur, die vorher über einige Schwächen hinweggeholfen hat, durch die OP-Stehpause zurückgegangen ist und jetzt eben nicht mehr die Schwäche ausgleicht.

Gerade bei leichten KS kann man ja durch gute Rückenmuskulatur einiges verbessern. Wenn die dann weg ist, zeigt sich das Problem in seiner vollen Größe.

Snoeffi

Autor:  Topatschow [ 8. März 2016, 15:04 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Verkapselung am Atlas Wirbel. Es war ein Stück abgesplittert. Das hat nie Probleme bereitet, bis durch einen Fesselträgerschaden eine Zwangsstehpause kam. Antrainieren war unmöglich. Gleiche Problematik wie bei Dir bis hin zum Steigen im Stand.

Klinik hat aufgrund meiner Schilderung gleich auf HWS getippt und in einer anderen Stellung als beim TÜV geröngt.

Aufbau war lang, tränenreich, aber nach 1/2 Jahr lief sie wieder auf L Niveau, ging später bis S. Die Muskulatur war bei ihr das A und O.

Autor:  Schlaflos82 [ 8. März 2016, 15:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Topatschow hat geschrieben:
Verkapselung am Atlas Wirbel. Es war ein Stück abgesplittert. Das hat nie Probleme bereitet, bis durch einen Fesselträgerschaden eine Zwangsstehpause kam. Antrainieren war unmöglich. Gleiche Problematik wie bei Dir bis hin zum Steigen im Stand.

Klinik hat aufgrund meiner Schilderung gleich auf HWS getippt und in einer anderen Stellung als beim TÜV geröngt.

Aufbau war lang, tränenreich, aber nach 1/2 Jahr lief sie wieder auf L Niveau, ging später bis S. Die Muskulatur war bei ihr das A und O.



Meine hat die Facettengelenke am Widerrist kaputt. Immer wenn Sie nicht genug arbeitet, läuft sie fauler, klammer, bis zu Taktunreinheiten vorne. A und O ist auch bei ihr die Muskulatur. Tränenreiches Antrainieren hatte wir, nach ein längeren Pause, auch schon. Aber da musste man drüber hinweg kommen. Um ihr das Schmerzgedächtnis zu nehmen, haben wir die ersten Wochen mit Matacam erleichtert. Das war aber in enger Absprache mit Klinik und Tierarzt und nach einer ganz eindeutigen Diagnose über eine Szintigrafie.

Autor:  Angelina71 [ 8. März 2016, 16:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Snoeffi hat geschrieben:
Es könnte aber sein, dass die Muskulatur, die vorher über einige Schwächen hinweggeholfen hat, durch die OP-Stehpause zurückgegangen ist und jetzt eben nicht mehr die Schwäche ausgleicht.

Gerade bei leichten KS kann man ja durch gute Rückenmuskulatur einiges verbessern. Wenn die dann weg ist, zeigt sich das Problem in seiner vollen Größe.

Snoeffi


In die Richtung habe ich auch schon gedacht: so eine lange Pause hatte sie die Jahre davor noch nicht und ich habe sie immer sehr sorgfältig über den Rücken gearbeitet. Diese Rückenmuskeln "fehlen" jetzt natürlich erst mal :cry:
Vielleicht kam die Triebigkeit, die sie schon immer zeigte und die für mich schon "Normalzustand" war, auch daher, wir haben vorher nie den Rücken in Verdacht gehabt, da sie ansonsten schön geschwungen ist und auch kein Osteo/Chiropraktiker das jemals erwähnt hatte....

Autor:  allrounder [ 9. März 2016, 08:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Ich gehe auch stark davon aus, dass da Schmerzen (woher auch immer) im Spiel sind.
Meine einstige Kniepatientin, die wirklich sehr gehfreudig ist, hat beim ersten Traben nach der ersten IRAP Behandlung auch sofort so geklemmt und nach dem Bein getreten. Da war das Knie schon wieder neu entzündet.

Autor:  Angelina71 [ 9. März 2016, 10:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Schmerzen befürchte ich auch... Hoffentlich finden wir die Ursache!!!

Autor:  Grandessa [ 9. März 2016, 12:25 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Würde auch auf Rücken oder HWS tippen - Hufrolle inkl. Weichteile (Schleimbeutel etc.) ist sicher abgeklärt oder?

Autor:  Angelina71 [ 9. März 2016, 15:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Grandessa hat geschrieben:
Würde auch auf Rücken oder HWS tippen - Hufrolle inkl. Weichteile (Schleimbeutel etc.) ist sicher abgeklärt oder?

Im Moment klären wir gerade die gynäkologische Seite ab, sollte das auch kein Treffer sein, werde ich ein Szintigramm machen lassen- damit kann vieles aufgedeckt werden.

Autor:  Cardia [ 9. März 2016, 16:36 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Extremes Rittigkeitsproblem bei 9-jähriger Stute

Meine Stute zeigte genau das gleiche Verhalten. Bei ihr waren es messerscharfe Backenzähne inkl. wunde Stellen in der Schleimhaut.

Auch wenn die Zähne gemacht sind, würde ich einmal reingucken lassen? Bei uns war der letzte Zahnarzttermin lediglich 6 Monate her.

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