Ententeich
http://www.unserententeich.de/

Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?
http://www.unserententeich.de/viewtopic.php?f=9&t=41171
Seite 1 von 1

Autor:  Wunderdings1983 [ 2. April 2011, 19:29 ]
Betreff des Beitrags:  Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Nachdem ich mich in meinem alten Stall doch zunehmend unwohl fühle schaue ich mich aktuell ein bisschen nach Alternativen um.

Hab eigentlich gesagt, dass ich mit meinem alten Pferd nicht mehr umziehen möchte, aber jetzt baut ein netter Stall bei uns in der Gegend an.

Was meint ihr, wie verträgt es ein 26 jähriges Pferd, allgemein eher schlechter Fresser, aktuell auch wieder recht dünn, bei Wetterumschüngen Probleme mit dem Kreislauf:

Aktueller Stall:
- Sommer ganztags Koppel, Winter Sandpaddocks (5 Stunden ohne Heu und Wasser)
- Innenboxen ohne Fenster
- Im Winter schlechte Luft im Stall weil unbeheizte Tränken, Fenster und Türen zu
- schlecht gelaunte SB
- sämtlicher Service muss extra bezahlt werden
- Hallennutzung beim Nachbar möglich

Alternative:

- Paddockboxen mit beheizten Tränken
- Sommers Koppel, Winter kein extra Auslauf
- Ordentliche Spinde mit Möglichkeit den Sattel einzuschließen
- bemühter SB

Autor:  expérience [ 2. April 2011, 19:47 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Wunderdings1983 hat geschrieben:
Alternative:

- Paddockboxen mit beheizten Tränken
- Sommers Koppel, Winter kein extra Auslauf


Ist für mich schon ein Ausschlusskriterium.

Autor:  Wunderdings1983 [ 2. April 2011, 19:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Ist aber jetzt ja mehr oder weniger auch so....die Sandpaddocks sind nicht größer als die Paddocks an den Boxen des neuen Stalls.

Auslauf im Winter gibt es bei uns in der Umgebung nicht wirklich, zumindest in keinem Stall der mir bekannt ist....

Autor:  dabadu [ 3. April 2011, 07:14 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

geht er denn momentan im Winter alleine ode rmit andern zusammen aufs Padock?

Ich hab festgestellt, dass das für meine ein nicht zu unterschätzendes Kriterium ist, dass sie zumindest stundenweise direkten KOntakt zu den andern hat.
Das haben sie in ner Padockbox eben höchstens übern Zaun.

Wenn er derzeit aber auch schon alleine steht sehe ich da auch eher keinen Rückschritt mit der Padockbox gegenüber einem kleinen Einzelpdaock sondern eher einen Fortschritt.

Autor:  Wunderdings1983 [ 3. April 2011, 07:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Er geht einzeln, zwar Kontakt über den Zaun, aber zu mehreren geht nicht, weil er da auf der kleinen Fläche panisch wird....

Steht aber in einer alten halbhohen Bullenbox, kann also Kontakt zu seinen zwei Nachbarinnen haben. Im Sommer ist ihm die Herde immer tendenziell zu viel.

Ich würde in der Paddockbox auch eher ein Fortschritt sehen, da kann er raus stehen wann er will, fressen wann er will, saufen wann er will....

Muss bei dem Alternativstall mal nachhaken wie der Koppelgang geregelt ist. Im jetzigen Stall, lass ich meinem im Sommer früher rein holen (bei hohen Temp.), will nicht dass er den ganzen Tag in der Sonne brät. Muss das aber auch extra bezahlen.

Autor:  Phillis [ 3. April 2011, 09:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Wunderdings1983 hat geschrieben:

Ich würde in der Paddockbox auch eher ein Fortschritt sehen, da kann er raus stehen wann er will, fressen wann er will, saufen wann er will....



Gerade bei nem alten find ich das im Winter absolut nicht gut.
Ist natürlich sehr schade dass er keinen Gruppenauslauf mag :? (wenn man nen neuen Stall sucht)

Zum Stallwechsel an sich: Das wird sehr unterschiedlich aufgenommen. Den meisten Pferden macht es nicht viel aus. Aber es gibt immer wieder welche die trauern, stark abbauen. Wie stressg es ist kommt natürlich auch auf´s Management an. Wie das Pferd eingegliedert wird,was für ne Herde da ist, wie lange es am alten Stall war, wie fit das Pferd körperlich ist, ob es eher sensibel ist etc.

Ich würde ein altes Pferd nur umstellen wenn der neue Stall wirklich optimal oder der alte gar nicht mehr tragbar oder verfügbar ist. Für mich wäre also die Alternative gar keine.

Autor:  Rhapsody [ 3. April 2011, 10:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Ich denke es ist stark vom Pferd abhängig. Bei mir wars immer so, dass ICH mehr mit Veränderungen gekämpft habe, als meine Pferde. Bei Rhaps Umstellung von Boxenhaltung in Offenstall habe ich mir vorher so tierische Gedanken gemacht, zehntausend Mal hin- und herüberlegt. Letztendlich hatte sie NULL Probleme damit,...

Autor:  maharani [ 3. April 2011, 10:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

ich würde den Stallwechsel durchführen. Paddockbox für ein altes Pferd ist sehr schön. Dort kann es in Ruhe fressen und braucht keine Angst haben von einem ranghohen Pferd verjagt zu werden.

Ich sehe es immer wieder bei unseren alten Pferden: entweder wir hatten sie separiert, so wie jetzt mit der alten Stute oder die alten Pferde standen alle zusammen. Mit den jüngeren gab es doch immer mal wieder Streß, sie fressen einfach schneller, so daß die Heumenge bei den alten nocht ankommt.
Im Sommer stehen alle ja eh zusammen auf der Koppel, aber da kann jeder so viel fressen wie er mag.
Gut beobachten konnte ich jetzt die letzten Wochen, daß die Pferde im Paddock ohnehin fast nur rumstanden. wenn das Heu alle war. Ein bißchen Fellkraulen und den ein oder anderen verjagen.

Bei meinen Pferden konnte ich feststellen, daß sie mit dem Umstellen an sich keine Probleme hatten, solange ich immer wieder gekommen war.

Autor:  Lisa B [ 3. April 2011, 22:24 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Welchen Stall meinst Du? In D.?

Autor:  lucky-nadine [ 4. April 2011, 06:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

ich hatte mir auch einen Mega-Stress gemacht, weil wir im letzten Jahr gleich 2 x mit den Pferden umgezogen sind und meine Pony-Oma diesen Monat ja schon 33 Jahre alt wird *stolzbin*

Letztendlich ist sie sogar richtig aufgeblüht. Sie war vorher so "eingelullt", ich dachte immer nur, naja, sie ist halt schon alt und nicht mehr so munter. Im Nachhinein hatte sie sich im alten Stall wohl einfach nicht (mehr) so wohl gefühlt und war daher so in sich gekehrt.

Wir haben allerdings den Vorteil, dass wir mit insgesamt 4 Pferden umgezogen sind und diese im neuen Stall auch so weiterhin zusammen rausgekommen sind, wie sie es gewohnt waren.

Autor:  Schlawiner [ 4. April 2011, 07:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Ich hab mir mit meinem damals 18-jährigen vor 2 Jahren auch voll den Kopf gemacht, war auch die Umstellung von einem Turnierstall, wo er zwar schon stundenweise auf Paddock oder Koppel durfte, aber sonst halt reine Boxenhaltung in einen eher rustikalen Stall mit Paddockboxen und mindestens den halben Tag nochmal mit der Gruppe raus auf Paddock oder Koppel. Sowas hatte mein Oldie ja noch nie in seinem Leben kennengelernt aber er hat es sehr gut verkraftet, ist jetzt 20 und führt sich auf wie ein 3-jähriger :twisted: Roter Teufel halt :wink:

Autor:  Wunderdings1983 [ 5. April 2011, 10:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Ich bin etwas ratlos im Moment....ich werde mir aber diese Woche noch nen Alternativstall genauer anschauen und mal noch ausstehende Fragen klären....

Gestern hat es bei uns im alten Stall mal wieder geknallt, nur weil ich erwähnt hab, dass es mal Zeit wird den Reitplatz zu richten....versprechen sie jetzt seit einem Jahr.

Generell schaut sie sehr genau und auch zuverlässig nach den Pferden, kann mir da also sicher sein, dass keine Kreislaufprobleme übersehen werden. Das würde ich jedoch auch den Alternativen-SBs zutrauen.

Autor:  anjachristina [ 11. April 2011, 13:31 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Hi,
ich finde, dass gerade alte Pferde möglichst viel gleichmäßige Bewegung haben sollten, also: schöner großer Auslauf oder Koppel oder halt ein Aktivstall. Wenn das nicht geht, muss man halt viel spazieren gehen. Kann sie unter dem Sattel noch einigermaßen belastet werden?
Grüsse

Autor:  Wunderdings1983 [ 11. April 2011, 19:22 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Wie stressig ist so ein Stallwechsel wirklich?

Gruppenhaltung ist leider gar nichts für ihn. Er braucht seine Ruhe....

Unter dem Sattel geht er noch recht viel....aber vor allem im Schritt....bewegt wird er auf jeden Fall jeden Tag....das will ich auch so beibehalten...wenn irgendwann nicht mehr unter dem Sattel, dann halt an der Hand....

Seite 1 von 1 Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
http://www.phpbb.com/