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mauliges Pferd - Bügelreithalfter
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Autor:  Cardia [ 24. Juni 2008, 13:53 ]
Betreff des Beitrags:  mauliges Pferd - Bügelreithalfter

Mein Pferd habe ich vor ca. 7 Jahren gekauft (Mitleidskauf). Unter anderem litt sie an einem massiven Zungenfehler, Zunge hang immer bis zum Anschlag draussen, selbst bei langem Zügel.

Fehler ist "korrigiert", aber zurückbehalten wurde folgendes: Sie hat öfter ein unruhiges/offenes Maul, selten blitzt auch mal kurz die Zunge ein Zentimeterchen raus, wenn sie unwillig/unmotiviert ist. Sie kaut und schäumt manchmal sehr viel (eher zu viel), manchmal gar nicht.

Würde ein Bügelreithalfter Sinn machen? Ich habe so im Hinterkopf, daß man das ganz gerne nimmt bei mauligen Pferden? Weil es die Lage des Gebisses stabilisiert? Oder vertausche ich da irgendwas?

Ich würde gerne das Maul noch ruhiger/geschlossener bekommen.

Autor:  domaris [ 24. Juni 2008, 14:06 ]
Betreff des Beitrags: 

Ein Bügelhalfter soll verhindern, dass das Pferd den Unterkiefer seitlich gegen den Oberkiefer verschiebt. Wenn sie das tut, könntest Du es mit dem Bügelreithalfter versuchen.

Allerdings ist das schon eher Symptom-Kaschiererei und wird vermutlich wiederkommen, wenn Du das Bügelhalter wieder weglässt (so war es zumindest bei allen, die ich kenne, die es mal versucht haben).
Grundsätzlich wirst Du ein Aufsperren des Mauls damit nicht verhindern.

Wenn sie ganz doll schäumt oder gar nicht, dann ist da ja noch ziemlich viel Unruhe im Maul, die Du reittechnisch in den Griff kriegen musst.

Aber wenn die Pferde das erstmal drin haben (und das klingt bei Deiner ja so), dann wird eine gewisse Anfälligkeit immer bleiben :?... wenn die denken, dass jetzt was kommt oder einfach nur angespannt und unsicher sind, dann geht das Gewackel mit der Zunge meist wieder los.

Autor:  Diva [ 24. Juni 2008, 14:08 ]
Betreff des Beitrags: 

Hast Du es schon mal mit einem normalen hannoverschen Reithalfter versucht?

Grundsätzlich finde ich, dass man bei den Reithalftern immer ganz gut rumexperimentieren kann, womit sich ein Pferd am wohlsten fühlt.
Aber die Bügelreithalfter sind soweit ich weiss am Turnier nicht mehr erlaubt.

Autor:  Cardia [ 24. Juni 2008, 14:24 ]
Betreff des Beitrags: 

domaris hat geschrieben:
Wenn sie ganz doll schäumt oder gar nicht, dann ist da ja noch ziemlich viel Unruhe im Maul, die Du reittechnisch in den Griff kriegen musst.

Aber wenn die Pferde das erstmal drin haben (und das klingt bei Deiner ja so), dann wird eine gewisse Anfälligkeit immer bleiben :?... wenn die denken, dass jetzt was kommt oder einfach nur angespannt und unsicher sind, dann geht das Gewackel mit der Zunge meist wieder los.


Ja, so ist es wohl. Sie wurde halt extremst zusammengeknallt und hatte dadurch das Vertrauen zum Gebiss vollständig verloren... Es ist heute schon besser, als ich je geträumt hätte, aber es KÖNNTE halt noch besser werden.

Autor:  Cardia [ 24. Juni 2008, 14:25 ]
Betreff des Beitrags: 

Diva hat geschrieben:
Hast Du es schon mal mit einem normalen hannoverschen Reithalfter versucht?


Ne, das habe ich noch nicht versucht, ist auch eine gute Idee.

Autor:  domaris [ 24. Juni 2008, 14:33 ]
Betreff des Beitrags: 

Cardia hat geschrieben:
Ja, so ist es wohl. Sie wurde halt extremst zusammengeknallt und hatte dadurch das Vertrauen zum Gebiss vollständig verloren... Es ist heute schon besser, als ich je geträumt hätte, aber es KÖNNTE halt noch besser werden.


Es braucht Zeit. Da wirst Du nicht drumrum kommen. Bei einem solchen Pferd ist natürlich die ruhige, stetige und weiche Anlehnung noch viel wichtiger als bei einem nicht "vorbelasteten" Pferd, denn solche Pferde quittieren jeden klitzekleinen Wackler im Maul. Aber irgendwann finden sie wieder Vertrauen in die Hand!
Manchmal hilft es auch, mal ganz ohne Reithalfter zu reiten - einfach, damit man die Reaktionen des Pferdes mal "ungeschönt" beobachten kann.
Natürlich hat das sonst keinen therapeutischen Wert für das Pferd und danach würde ich schon auch wieder ein RH benutzen :wink:.

Achte mal ganz genau darauf, wann sie das macht. Ich würde fast vermuten, dass es eben doch Situationen sind, wo Du entweder unbewusst mit dem Zügel "klemmst" oder mal ein bisschen "zuppeliger" bist oder eben Situationen, in denen sie sich überfordert fühlt.
Beides muss man unbedingt abstellen (haha, das klingt so schön einfach :?).

Außerdem würde ich vielleicht noch ein bisschen Zeit in die Gebisssuche investieren. Mein Wallach lief glöckchenmäßig mit Nathe - unser Pony hat alles gehasst, was nicht Edelstahl war.

Einen Versuch ist es wert.

Autor:  Cardia [ 24. Juni 2008, 14:46 ]
Betreff des Beitrags: 

@domaris:
Danke für die Tips, daß meiste haben wir durch...
Ich habe sie dank einer Nathestange überhaupt wieder ans Gebiss bekommen. Vorher hat sie sich nur eingerollt und man hatte NULL in der Hand.

Mittlerweile reite ich Dressur mit einer Bimetall-Einfach-Gebrochenen-Trense.

Wie schon gesagt, Problem ist, Dank an meine RL, so gut wie gelöst (Stute ist mittlerweile Dressur-A-platziert) und niemand glaubt daran, daß sie einen derart massiven Zungenfehler hatte, der es nicht selbst gesehen hat.

Es könnte halt nur noch ein wenig verbessert werden!

Autor:  domaris [ 24. Juni 2008, 14:55 ]
Betreff des Beitrags: 

Cardia hat geschrieben:
Es könnte halt nur noch ein wenig verbessert werden!


Wenn es sich schon so stark verbessert hat, dann habt ihr es ja scheinbar richtig gemacht!

Dann würde ich mir aber erst recht genauer angucken, _wann_ sie das noch macht. Da muss ja irgendwas anders sein in dem Moment...
Und wenn Du das rauskriegst, stehen die Chancen wirklich gut, dass es auch (bis auf die Tendenz zum Zungenspielen) ganz verschwindet.

Dann können die Leute noch dümmer gucken, wenn Du Ihnen erzählst, wie das Tier früher war :wink:.

Autor:  Cardia [ 24. Juni 2008, 20:49 ]
Betreff des Beitrags: 

Hmmm, sonst noch einer??? Könnte ein Bügelreithalfter bei unruhigem Maul helfen?? Oder nicht?

Autor:  zuzi [ 25. Juni 2008, 07:33 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich bin immer gern mit Bügelreithalfter geritten. Aber da es seit diesem Jahr leider verboten ist, bin ich auf ein Hannoversches umgestiegen.
Wenn du keine Turnier-Ambitionen hast, würd ich´s einfach mal ausprobieren. Du merkst ja sofort, ob es deinem Pferd angenehmer ist oder nicht.

Autor:  Cardia [ 25. Juni 2008, 08:08 ]
Betreff des Beitrags: 

zuzi hat geschrieben:
Wenn du keine Turnier-Ambitionen hast, würd ich´s einfach mal ausprobieren. Du merkst ja sofort, ob es deinem Pferd angenehmer ist oder nicht.


Hmmm, Ambitionen ist vielleicht übertrieben, sagen wir mal so, wir versuchen es immer wieder (auch in der Dressur E/A...).

Autor:  zuzi [ 25. Juni 2008, 08:30 ]
Betreff des Beitrags: 

Cardia hat geschrieben:
zuzi hat geschrieben:
Wenn du keine Turnier-Ambitionen hast, würd ich´s einfach mal ausprobieren. Du merkst ja sofort, ob es deinem Pferd angenehmer ist oder nicht.


Hmmm, Ambitionen ist vielleicht übertrieben, sagen wir mal so, wir versuchen es immer wieder (auch in der Dressur E/A...).

Dann musst du dir wohl nach was anderem umschauen :-D

Autor:  Diva [ 25. Juni 2008, 08:31 ]
Betreff des Beitrags: 

Hast Du es schon mal mit einer Olivenkopftrense versucht?
Die kann bei einem unruhigen Maul auch gut helfen, da sie ruhiger im Maul liegt - oder gleich eine Schenkeltrense.

Autor:  Cardia [ 25. Juni 2008, 08:42 ]
Betreff des Beitrags: 

Diva hat geschrieben:
Hast Du es schon mal mit einer Olivenkopftrense versucht?
Die kann bei einem unruhigen Maul auch gut helfen, da sie ruhiger im Maul liegt - oder gleich eine Schenkeltrense.


Olivenkopf habe ich an meiner Springtrense, Maultätigkeit ist identisch... Schenkeltrense sieht in der Prüfung doch auch doof aus, oder? So nach dem Motto "Das Pferd hat ein Problem, deswegen Schenkeltrense... " und dann fällts erst recht auf?

Autor:  lucky-nadine [ 25. Juni 2008, 10:43 ]
Betreff des Beitrags: 

bei so extrem-kauenden Pferden bzw Pferden die sich leicht einrollen, kann ich sehr das Sprenger WH Ultra Soft (das mit der Gummikugel in der Mitte) empfehlen. Bringt deutlich mehr Ruhe ins Maul.

Ansonsten hann. Reithalfter probieren, wenn Turnierambitionen bestehen. Bügel-RH vllt. mal als Korrekturmaßnahme für zu Haus. Hatte ich früher immer mal bei meinem ehem. Pferd, der nach massiven, lange nicht erkannten Zahnproblemen (vereiterter Hengstzahn) auch zeitweilig ein leichtes Zungenproblem hatte und auch schnell mal die Kiefer quer gestellt hat. Da hat es was gebracht. Auf m turnier hab ich das Teil ungern benutzt, weil die Richter dann sofort wussten, dass man ein Problem hat. :wink:

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