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Mehr Kadenz - erreitbar oder Gottgegeben? http://www.unserententeich.de/viewtopic.php?f=8&t=11632 |
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Autor: | Niki [ 10. März 2008, 11:17 ] |
Betreff des Beitrags: | Mehr Kadenz - erreitbar oder Gottgegeben? |
Wie ja vllt. der eine oder andere weiß, geht meine Tochter mit unserer Stute M-Dressur. Die beiden waren letzte Saison (ihre erste M-Saison) auch platziert. Aber es wird oft die fehlende Kadenz beim Pferd bemängelt. ![]() Samstag waren wir ja in Langenfeld, wo meine Tochter bei einem Richterseminar vorgeritten ist. Auch hier wieder der Hinweis von Herrn Plewa, dass das Pferd genügend versammelt sei aber mehr Kadenz haben könnte. Ich würde mal sagen, im Verhältnis zu vor einem Jahr ist diese auch besser geworden, einfach auf Grund des Trainings auf diesem Niveau. Die Bewegungen vom Pferd sind schon begrenzt, dass wissen wir. Sie ist kein Bewegungswunder und Lampenaustreter, aber sie konnte bisher halt durch die Korrektheit der Lektion punkten. Aber ist noch mehr rauszuholen, oder bleibt die Kadenz eher immer mau, weil diese Bewegung ihr nun mal nicht Gottgegeben ist? Oder gibt es Möglichkeiten, die Kandenz tatsächlich anzutrainieren, bzw. zu verbessern? Stangenarbeit wird gemacht, sie wird gesprungen und halt 2-3x die Woche auf M-Niveau dressurmäßig geritten. Wie sind eure Erfahrungen? |
Autor: | frizi [ 10. März 2008, 11:42 ] |
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Autor: | Niki [ 10. März 2008, 11:54 ] |
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Ja, eine sehr gute Trainerin ist da. Leider kann sie auf Grund eines schweren Unfalls derzeit selbst nicht reiten... Sie trainiert meine Tochter halt vom Boden aus. Die beiden arbeiten ja auch dran. Es gibt Trainingseinheiten, da sieht die Stute auch gut kandenziert aus, aber leider nicht immer und beständig. Kann sie es dann nicht halten? Ist das super anstrengend fürs Pferd? Tagesformabhängig? Oder macht meine Tochter noch was falsch? Bei manchen Pferden sieht es halt so aus, als ob die das immer so haben und ganz einfach wär... ![]() Was wir auf keinen Fall wollen, ist was erzwingen. Nicht das sich nachher irgendwelche Fehler einschleichen, Spanntritte/Taktfehler, was auch immer... Da ich selbst absolut nicht auf diesem Niveau reite, bin ich halt für Tipps offen, die ich dann weiterleiten kann... ![]() |
Autor: | Fabelhaft [ 10. März 2008, 12:17 ] |
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Ja, kann man bis zu einem gewissen Grad erreiten. Ich kenne genug Pferde, die nun wahrlich nicht mit überragenden Bewegungen gesegnet sind, aber sich durch die Ausbildung wahnsinnig verbessert haben und nun durchs Viereck schweben. Als ich mein Pferd vor einem Jahr bekommen habe, ging er im Trab wie eine Wühlmaus, obwohl er an sich einen guten Trab hat. Durch vermehrtes Setzen auf die Hinterhand und ganz ganz viele Übergänge (immer nur kurze Reprisen in einer GGA) wurde das nach und nach besser und mittlerweile kann man schon von erhabeneren Tritten sprechen. Ich gehe mal bei einem M-Pferd davon aus, dass das auch gemacht wird. Trotzdem ist dieser kadenzierte Bewegungsablauf auch eine Kraftsache, meiner konnte es am Anfang nur über ein paar Tritte halten. Daher denke ich, einfach wirklich auf M-Niveau arbeiten mit allen Lektionen, die zur Verfügung stehen, um den aktiven Antritt des Hinterbeins zu fördern. Immerwieder halbe Paraden reiten und energisch wieder zünden lassen. Was mir aufgefallen ist: euer Pferd wird nur 2-3 Mal die Woche auf M-Niveau gearbeitet. Ich finde das relativ wenig und durch Stangenarbeit kann man die Losgelassenheit und Rückentätigkeit fördern, aber meiner Meinung nach keine Kadenz. Ich würde das Pferd vielleicht einfach mal intensiver arbeiten, wenigstens 4mal die Woche. Dass Eure Bereiterin derzeit nicht reiten kann, ist natürlich sehr schade, ich habe mir auch von meinem Ausbilder weiterhelfen lassen und finde das schon sehr hilfreich. |
Autor: | anjachristina [ 10. März 2008, 13:03 ] |
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Zitat: Oder gibt es Möglichkeiten, die Kandenz tatsächlich anzutrainieren, bzw. zu verbessern?
Ich kenne Leute, die machten das mit Gummiband. *duckundweg* |
Autor: | Diva [ 10. März 2008, 13:06 ] |
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anjachristina hat geschrieben: Zitat: Oder gibt es Möglichkeiten, die Kandenz tatsächlich anzutrainieren, bzw. zu verbessern? Ich kenne Leute, die machten das mit Gummiband. *duckundweg* Eher mit Bleigamaschen und ganz viel Handarbeit (am besten mit Reiter) Kadenz kann man gut trainieren, aber es dauert lange, da das eine echte Kraftsache ist. (Anabolika würde also auch helfen... ![]() Grundsätzlich ist Stangenarbeit da eher kontraproduktiv - wie Fabelhaft schon schrieb - Springpferde sollen keine Kadenz haben. |
Autor: | Niki [ 10. März 2008, 13:11 ] |
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Hmm, die Stangenarbeit mache ich ja wegen der Rückentätigkeit und Losgelassenheit. Sollte die nun wegfallen? ...aber ich kann mir nu nicht vorstellen, dass die Stangenarbeit schlecht für die Kadenz ist, sie verhilft vielleicht nicht dazu, aber kontraproduktiv? Versteh ich jetzt nicht... ![]() |
Autor: | Snoeffi [ 10. März 2008, 13:21 ] |
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Natürlich kann man Kadenz durch zielgerichtetes Training verbessern. Wie die anderen schon gesagt haben, dauert es lange, da das Pferd erst genug Tragkraft in der Hinterhand entwickeln muss und eine ehrliche Hankenbiegung entsteht auch nicht über Nacht. Stangenarbeit kann m. E. hilfreich sein, allerdings sollten die Stangen dann leicht erhöht und mit eher knappem Abstand liegen. Also nicht wie sonst die Trabstangen ca. 1,20 m auseinander, damit das Pferd einen langen Tritt machen muss, sondern kürzeren Abstand und höherliegende Standen, damit das Pferd mehr über die Stangen "federn" muss. Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine. @ Niki: Wie alt ist Eure Fee noch mal? Snoeffi |
Autor: | Niki [ 10. März 2008, 13:44 ] |
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Fee ist 11 |
Autor: | Fabelhaft [ 10. März 2008, 14:07 ] |
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Niki, warum wird sie denn nur 2-3mal die Woche intensiv gearbeitet? Ich finde das recht wenig, da schafft mein 6Jähriger ja mehr. Was sagt denn Eure Trainerin zu der Thematik? |
Autor: | Niki [ 10. März 2008, 14:25 ] |
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Weil meine Tochter die Dressurarbeit macht und die geht halt noch zur Schule und ist in der Oberstufe. Dann kommt ja jetzt auch wieder die Saison, wo wir dann eigentlich versuchen Montags nach einem Turnier sie nur auf der Weide zu lassen, zur Entspannung und Erholung. Wenn kein Turnier ist, dann reitet Viola auch Montags selbst. Dienstags wird sie gesprungen und Mittwoch lasse ich sie laufen. DAS braucht unser Pferdchen jetzt im Winter zumindest. Donnerstag und Freitag (da ist dann auch Trainer da) reitet meine Tochter. Ja und WE ist dann oft Turnier. Und wenn kein Turnier am WE, versuche ich dann auch noch mal ins Gelände mit ihr zu gehen. Weil wie gesagt, ich finde Abwechslung schon sehr wichtig. Die Woche hat halt leider nur 7 Tage... |
Autor: | Niki [ 10. März 2008, 14:26 ] |
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Snoeffi hat geschrieben: Stangenarbeit kann m. E. hilfreich sein, allerdings sollten die Stangen dann leicht erhöht und mit eher knappem Abstand liegen. Also nicht wie sonst die Trabstangen ca. 1,20 m auseinander, damit das Pferd einen langen Tritt machen muss, sondern kürzeren Abstand und höherliegende Standen, damit das Pferd mehr über die Stangen "federn" muss.
Snoeffi DAS leuchtet sogar mir ein. Werde ich dann die Tage mal machen... ![]() |
Autor: | Diva [ 10. März 2008, 14:39 ] |
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Nein, ich meinte nicht, dass Du die Stangenarbeit weglassen sollst, sondern nur dass Du Dir bewusst sein solltest, dass an diesen Tagen nicht an der Kadenz gearbeitet wird, obwohl das Pferd die Beine höher nehmen muss. Ganz im Gegenteil ich halte Stangenarbeit für sehr sinnvoll als Ausgleich und weil viel Kadenz-Training gerne mal zulasten der Losgelassenheit geht. |
Autor: | Niki [ 10. März 2008, 14:49 ] |
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Ach so ![]() |
Autor: | cora78 [ 10. März 2008, 16:20 ] |
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Ich würde das Pferd wesentlich mehr arbeiten. Stangenarbeit (in diesem Falle wie Snoeffi schon sagt: enger und höher, verweise da auf Ingrid Klimke Buch) kann man in die Arbeit so integrieren, daß sie nicht nur 30 min. locker drüber joggt. Mein Professor ist ein ganz normales Pferd und hat durch seine Rittigkeit, viel Arbeit und Ausbildung eine sehr schöne Kadenz bekommen und die hat für sehr viele Schleifen in M gerreicht. Nur der hat aber auch wirklich Kadenz durch Schubkraft und Tragkraft gelernt. Hinterbein und Losgelassenheit. Das heißt im Schnitt 5 die Woche locker 90 Minuten Arbeit (Natürlich mit Schrittpausen). |
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